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Mehr Anfragen über die Webseite

Eine schöne Seite allein bringt keinen einzigen Auftrag. Sieben konkrete Stellschrauben, mit denen die Webseite eines Handwerksbetriebs aus Besuchern echte Anfragen macht. Ehrlich, ohne Fachchinesisch.

Von Sascha Heyer · 22. Juni 2026 · ca. 6 Minuten

Viele Handwerksbetriebe haben eine Webseite, fragen sich aber zu Recht, was sie ihnen eigentlich bringt. Die ehrliche Antwort: eine Seite, die nur "vorhanden" ist, bringt fast nichts. Eine Seite, die auf Anfragen ausgelegt ist, wird zur günstigsten Auftragsquelle, die ein Betrieb hat. Kein Portal, das pro Lead kassiert, keine teure Anzeige. Sie zahlen einmal für eine gute Seite und bekommen dann jahrelang Anfragen, ohne pro Kontakt draufzuzahlen.

Der Unterschied liegt selten am Design allein. Er liegt darin, wie leicht es ein Interessent hat, aus "interessant" ein "ich melde mich" zu machen. Hier sind die sieben Stellschrauben, die im Handwerk am meisten bewegen.

1. Vom Klick zur Anfrage in einem Schritt

Die häufigste verschenkte Anfrage entsteht, weil der Weg zu lang ist. Die Telefonnummer steht klein in der Fußzeile, das Kontaktformular ist drei Klicks entfernt. Wer gerade ein tropfendes Rohr oder ein undichtes Dach hat, hat dafür keine Geduld.

Setzen Sie die antippbare Telefonnummer und einen Knopf "Angebot anfragen" ganz nach oben, sichtbar auf jeder Seite und auf dem Handy mit einem Fingertipp erreichbar. Ein Tipp auf die Nummer startet direkt den Anruf. Das ist die einzelne Änderung, die am schnellsten wirkt.

2. Telefon und Formular, nicht nur eins

Manche Kunden rufen lieber an. Andere schreiben abends nach Feierabend kurz, was sie brauchen, und wollen am nächsten Tag eine Rückmeldung. Wenn Sie nur eine der beiden Möglichkeiten anbieten, verlieren Sie die andere Hälfte.

Ein kurzes Anfrageformular mit wenigen Feldern fängt genau die Anfragen auf, die sonst nie zustande kommen. Bitte wirklich kurz halten: Name, Telefon oder E-Mail, ein Satz zum Anliegen. Jedes Pflichtfeld zu viel kostet Anfragen.

3. Echte Projektfotos schlagen jeden Werbetext

Im Handwerk ist die sichtbare Arbeit das stärkste Verkaufsargument. Ein Kunde, der unsicher ist, ob er anrufen soll, wird durch ein paar gute Vorher-Nachher-Bilder überzeugt, nicht durch einen Werbesatz. Zeigen Sie das sanierte Bad, die montierte Treppe, den gepflasterten Hof, jeweils mit einem Satz dazu, was gemacht wurde.

Entscheidend: eigene Fotos Ihrer echten Baustellen, keine austauschbaren Bilder aus dem Internet. Ein Interessent erkennt den Unterschied sofort, und genau dieser Unterschied macht aus einem Besucher eine Anfrage.

4. Bewertungen und Google-Profil sichtbar machen

Bevor jemand einen fremden Betrieb anruft, schaut er, was andere sagen. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit echten Bewertungen ist im Handwerk oft die halbe Miete. Binden Sie diese Bewertungen sichtbar auf der Seite ein und verlinken Sie das Profil.

Bitten Sie zufriedene Kunden aktiv um eine kurze Bewertung, am besten direkt nach einem gelungenen Auftrag. Erfundene Bewertungen sind tabu, sie fallen auf und zerstören genau das Vertrauen, das sie aufbauen sollen. Echte Stimmen, sichtbar platziert, senken die Hemmschwelle anzurufen.

5. Notdienst und Erreichbarkeit sofort zeigen

Für Elektro-, Heizungs- und Sanitärbetriebe ist der Notfall das beste Geschäft, wenn der Kunde Sie in dem Moment findet. Wer nachts ohne Heizung dasteht, sucht am Handy und ruft den Ersten an, der eindeutig "Notdienst, jetzt erreichbar" zeigt. Setzen Sie diesen Hinweis nach oben, mit der antippbaren Nummer direkt daneben.

Auch ohne klassischen Notdienst gilt: Schreiben Sie klar, wann und wie Sie erreichbar sind. Eine konkrete Aussage wirkt verlässlicher als gar keine.

6. Schnell und mobil, sonst ist der Interessent weg

Mehr als die Hälfte Ihrer Besucher kommt vom Handy, oft aus dem Auto oder von der Baustelle. Wenn die Seite dort nur winzig dargestellt wird, langsam lädt oder man ständig zoomen muss, ist der Interessent weg, bevor er den Anruf-Knopf gesehen hat. Eine zeitgemäße Seite passt sich automatisch an jeden Bildschirm an und lädt in wenigen Sekunden. Das ist 2026 die Grundlage, nicht der Luxus.

7. Auf jeder Seite ein klarer nächster Schritt

Eine häufige Sackgasse: Der Besucher liest die Leistungen, ist überzeugt, und dann fehlt der nächste Schritt. Jede Seite sollte unten klar sagen, was als Nächstes kommt: anrufen oder Anfrage schicken. Lassen Sie den Interessenten nie ratlos zurück. Ein klarer, immer gleicher nächster Schritt führt mehr Besucher zur Anfrage als jede zusätzliche Unterseite.

Womit anfangen, wenn die Zeit knapp ist?

Falls Sie nur eine Sache ändern: machen Sie die Telefonnummer auf dem Handy antippbar und setzen Sie sie ganz nach oben. Das ist die kleinste Änderung mit der größten Wirkung. Danach kommen echte Projektfotos und das sichtbare Anfrageformular. Alles Weitere baut darauf auf.

Wann sich eine neue Seite lohnt, und wann nicht

Ehrlich gesagt: Wenn Ihre Seite schon modern ist, sich auf dem Handy gut bedienen lässt und die Anfrage-Wege oben stehen, brauchen Sie keine neue. Dann reicht oft Feinschliff. Eine neue Seite lohnt sich, wenn die bestehende auf dem Handy schwer lesbar ist, mehrere Jahre alt wirkt oder der Weg zur Anfrage versteckt ist. Genau dann lassen sich mit überschaubarem Aufwand spürbar mehr Anfragen herausholen.

Häufige Fragen

Wie bekomme ich mehr Anfragen über die Webseite meines Handwerksbetriebs?+

Die wirksamsten Hebel sind: eine antippbare Telefonnummer und ein kurzes Anfrageformular ganz oben auf jeder Seite, echte Projektfotos statt Stockbilder, sichtbare Google-Bewertungen, ein klar erkennbarer Notdienst bei Elektro und Sanitär sowie eine schnelle, mobil optimierte Darstellung. Entscheidend ist, dass auf jeder Seite ein klarer nächster Schritt sichtbar ist.

Reicht eine Telefonnummer oder brauche ich ein Anfrageformular?+

Am besten beides. Viele Kunden rufen lieber an und brauchen dafür eine antippbare Nummer. Andere schreiben abends nach Feierabend lieber kurz, was sie brauchen. Ein einfaches Formular mit wenigen Feldern fängt genau diese Anfragen auf, die sonst verloren gehen.

Bringen Google-Bewertungen wirklich mehr Aufträge im Handwerk?+

Ja. Bei einem fremden Betrieb entscheiden Bewertungen mit, ob ein Kunde überhaupt anruft. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit echten Bewertungen und die sichtbare Einbindung auf der Webseite senken die Hemmschwelle, gerade bei größeren Aufträgen wie einer neuen Heizung oder einer Sanierung.

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