Ein Interessent sucht einen Metallbauer für ein neues Einfahrtstor. Er öffnet Ihre Webseite und sieht: keine Fotos, kaum Infos, ein Kontaktformular aus 2014. Er klickt weiter. Der Mitbewerber im nächsten Ort zeigt eine schöne Galerie mit zehn abgeschlossenen Toren und Geländern, hat einen Button "Kostenloses Angebot anfragen" und nennt den Meisterbetrieb-Status. Er bekommt die Anfrage.
Metallbau ist Sichtbarkeit. Was Sie fertigen, ist für jeden sichtbar, der an einem Haus vorbeigeht. Auf der Webseite gilt dasselbe Prinzip: wer seine Arbeit zeigt, gewinnt. Wer nur Text hat, verliert. Hier ist, was eine Metallbau-Webseite heute wirklich braucht.
1. Referenzgalerie mit echten Projektfotos
Der wichtigste Abschnitt einer Metallbau-Webseite ist die Bildergalerie. Nicht weil Fotos schön sind, sondern weil Metallbauarbeiten so individuell sind, dass Interessenten nur anhand von Bildern einschätzen können, ob Ihr Betrieb das kann, was sie brauchen.
Zeigen Sie abgeschlossene Projekte, am besten nach Kategorien geordnet:
- Einfahrtststore und Hofeinfahrten (Schiebetore, Drehtore, Automatiktore)
- Gartenzäune und Einfriedungen (geschmiedet, gelasert, als Stabmattenzaun)
- Treppengeländer und Balkongeländer (Edelstahl, Stahl lackiert, kombiniert mit Holz/Glas)
- Überdachungen und Vordächer (Carports, Terrassenüberdachungen, Eingangsüberdachungen)
- Stahltreppen (Wendeltreppen, gerade Treppen, Außentreppen)
- Sonderkonstruktionen (Briefkastenanlagen, Pergolen, individuelle Aufträge)
Drei bis fünf gute Fotos pro Kategorie genügen. Natürliches Tageslicht reicht vollständig. Was nicht geht: Stockfotos oder Herstellerbilder, die nicht aus Ihrem Betrieb stammen. Interessenten merken das sofort, und es zerstört das Vertrauen.
Ein kurzer Begleittext unter dem Foto hilft: Material, Ort, besondere Anforderung. "Einfahrtstor aus verzinktem Stahl mit Elektroantrieb, Einfamilienhaus in Bernau" sagt mehr als "Einfahrtstor Projekt 7".
2. Leistungen vollständig und verständlich benennen
Wer nicht weiß, dass Sie Automatiktore reparieren, fragt nicht danach. Jede Leistung, die Sie nicht nennen, ist eine verpasste Anfrage. Schreiben Sie alle Leistungen auf, die Sie wirklich anbieten, in klarer Sprache ohne Abkürzungen.
Typische Leistungen eines Metallbaubetriebs, die auf die Webseite gehören:
- Schlosserei und Schweißarbeiten (alle Metalle, Edelstahl, Aluminium)
- Tore aller Art (Einfahrtststore, Gartentor, Schiebetore, Schranken)
- Zäune und Absperrungen (Stabmattenverarbeitung, Schmiedeeisen, Edelstahl)
- Geländer (Treppen innen und außen, Balkone, Terrassen, barrierefreie Rampen)
- Treppen (Stahltreppen, Wendeltreppen, Außentreppen, Treppenrahmen für Holzstufen)
- Überdachungen (Carports, Terrassendächer, Vordächer, Eingangsdächer)
- Stahlbau und Konstruktionen (Hallenrahmen, Stützen, Unterkonstruktionen)
- Edelstahlarbeiten (Küchenstahl, Gastronomieausstattung, Hygienebereiche)
- Reparaturen (Schäden durch Sturm, Rost, mechanische Defekte, defekte Motorsteuerungen)
- Wartung und Service (Antriebe, Torsteuerungen, jährliche Prüfung nach BGV D27)
Formatieren Sie die Liste so, dass sie auf dem Smartphone gut lesbar ist. Kein Fließtext, kein Fachjargon, keine Abkürzungen, die nur ein Ingenieur versteht.
3. Meisterbetrieb und Innungsmitgliedschaft sichtbar zeigen
Im Metallbau gilt: Der Meistertitel ist gesetzlich vorgeschrieben für den Betrieb, aber nicht jeder Interessent weiß das. Was er weiß: Meisterbetrieb klingt verlässlich. Schreiben Sie es klar hin, und zwar sichtbar auf der Startseite, nicht versteckt im Impressum.
Was auf die Webseite gehört:
- Meisterbetrieb mit dem Namen des Meisters (Meister im Metallbauerhandwerk oder Schlosserhandwerk)
- Innungsmitgliedschaft (Innung für Metallbau, Bundesverband Metall oder Landesinnungsverband)
- Fachbetrieb-Nachweise, falls vorhanden (z.B. DGUV-geprüfter Betrieb für kraftbetätigte Tore)
- Ausbildungsbetrieb, falls Sie Azubis ausbilden (das ist ein echtes Qualitätssignal)
Setzen Sie die Logos und Siegel an sichtbare Stellen: unterhalb der Hero-Sektion auf der Startseite und im Über-uns-Abschnitt. Wer eine kraftbetätigte Anlage plant, will wissen, ob der Betrieb nach BGV D27 geprüft ist, das ist Pflicht für Torwartungsbetriebe.
4. Angebotsanfrage einfach machen
Metallbauarbeiten sind fast immer Maßanfertigung. Feste Preise auf der Webseite zu nennen macht wenig Sinn, weil jede Anlage andere Maße, Materialien und Montageaufwände hat. Was Sie stattdessen brauchen: ein unkompliziertes Formular für Angebotsanfragen.
Das Formular sollte abfragen:
- Art der Anfrage (Tor, Geländer, Zaun, Treppe, Reparatur, Sonstiges)
- Kurze Beschreibung des Projekts
- Ort der Montage (Postleitzahl oder Ort)
- Name und Telefonnummer oder E-Mail-Adresse
Mehr braucht es nicht. Wer ein aufwändiges Formular mit zehn Pflichtfeldern sieht, bricht ab. Halten Sie es kurz. Ein Freitextfeld für die Projektbeschreibung genügt, der Rest klärt sich beim Aufmaßtermin.
Platzieren Sie den Button "Kostenloses Angebot anfragen" mindestens dreimal: oben auf der Startseite, nach der Leistungsübersicht und am Ende der Seite.
5. Lokale Sichtbarkeit: Region und Einzugsgebiet nennen
Metallbauer fahren zum Aufmaß und zur Montage. Interessenten suchen nach "Metallbauer [Ort]" oder "Tor Reparatur [Ort]". Wer auf seiner Webseite nicht schreibt, welche Region er abdeckt, taucht bei diesen Suchen nicht auf.
Schreiben Sie konkret, welche Orte und Landkreise Sie bedienen. Nicht vage "Region", sondern: "Wir sind in [Ort] ansässig und fertigen und montieren im Umkreis von 50 km: [Liste der Orte oder Landkreise]."
Das hat zwei Effekte: Google lernt, wo Sie tätig sind, und Interessenten wissen sofort, ob Sie kommen. Wer 40 km entfernt wohnt und nicht weiß, ob der Betrieb dorthin fährt, fragt oft gar nicht erst an.
6. Reparaturdienst klar kommunizieren
Ein unterschätzter Auftragstyp im Metallbau: Reparaturen. Sturmschäden an Toren und Zäunen, verbogene Geländer, defekte Torsteuerungen, Rostbefall, Schweißnahtschäden. Das sind oft dringende Anfragen, und wer einen Metallbauer sucht, der schnell kommt, braucht eine klare Aussage auf der Webseite.
Schreiben Sie direkt:
- Reparatur von Toren und Antrieben (alle gängigen Fabrikate)
- Sturmschäden: kurzfristige Entstörung
- Schweißreparaturen vor Ort
- Antriebstausch und Steuerungswartung
Falls Sie einen Notdienst oder schnelle Reaktionszeiten anbieten, benennen Sie das ebenfalls. Eine antippbare Rufnummer prominently in einem farblich abgesetzten Kasten gehört zu jeder Reparatur-Sektion.
7. Über den Betrieb schreiben
Metallbau ist Vertrauenssache. Ein Einfahrtstor kostet oft 3.000 bis 10.000 Euro inklusive Montage. Bei einer solchen Investition wollen Interessenten wissen, mit wem sie es zu tun haben.
Schreiben Sie einen kurzen Über-uns-Abschnitt:
- Seit wann besteht der Betrieb? Familiengeführt?
- Wer ist der Meister? Name und ggf. ein Foto
- Wie viele Mitarbeiter oder Gesellen?
- Was macht Ihren Betrieb besonders? (z.B. Spezialisierung auf Schmiedeeisen, eigene Pulverbeschichtung, Automatiktore aller Marken)
Ein Foto vom Team oder vom Betrieb wirkt besser als jede Beschreibung. Menschen kaufen von Menschen, nicht von Unternehmen. Wer hinter dem Betrieb steht, sichtbar zu machen, ist kein Selbstlob, sondern Vertrauen.
8. Kundenstimmen einbinden
Metallbauarbeiten werden oft über Empfehlung vergeben. Eine Bewertung auf der Webseite ist eine sichtbare Empfehlung. Integrieren Sie zwei bis vier kurze Kundenstimmen mit Vorname, Ort und Projekttyp:
"Das Einfahrtstor wurde genau nach unseren Wünschen gefertigt, Aufmaß, Lieferung und Montage liefen reibungslos. Gerne wieder." (M. S., Bernau, Schiebetor 2025)
Kundenstimmen erhöhen die Conversion-Rate messbar. Wer noch keine hat, fragt einfach die letzten drei oder vier zufriedenen Kunden.
9. Mobile Darstellung und Ladegeschwindigkeit
Über 60 Prozent aller lokalen Suchen kommen vom Smartphone. Eine Webseite, die auf dem Telefon nicht funktioniert, ist keine Webseite, sie ist eine Visitenkarte, die der Empfänger sofort wegwirft.
Was auf dem Smartphone funktionieren muss:
- Antippbare Telefonnummer (nicht eingebettet als Text, sondern als tel:-Link)
- Fotos, die sich der Bildschirmbreite anpassen und nicht abgeschnitten werden
- Formular, das sich ohne Zoom ausfüllen lässt
- Ladezeit unter drei Sekunden (übergroße Fotos sind die häufigste Ursache für langsames Laden)
Bilder sind das größte Risiko bei einer Metallbau-Webseite. Professionelle Galerien sind schön, aber unkomprimierte Bilder über 3 MB machen die Seite langsam. Verkleinern Sie jedes Bild auf maximal 1.200 Pixel Breite und komprimieren Sie es auf unter 200 KB, bevor Sie es hochladen.
Was weglassen?
Einige Dinge, die Metallbau-Webseiten häufig zeigen und die meistens nicht helfen:
- Stockfotos von Schweißarbeiten: Interessenten erkennen fremde Bilder. Zeigen Sie nur eigene Arbeit.
- Technische Spezifikationen ohne Kontext: "S235JR nach DIN EN 10025" sagt einem Hausbesitzer nichts. Erklären Sie stattdessen, was das für seine Anlage bedeutet.
- Lange Über-uns-Texte ohne Substanz: "Wir sind Ihr kompetenter Partner für alle Metallbauarbeiten" sagt nichts aus. Schreiben Sie, was konkret besonders ist.
- Preislisten für Standardprodukte: Preise ohne Kontext führen zu falschen Erwartungen und mehr Aufwand beim Angebot. Verweisen Sie auf die individuelle Anfrage.
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Was muss auf die Webseite eines Metallbaubetriebs? +
Die wichtigsten Elemente: eine Referenzgalerie mit echten Projektfotos von Toren, Geländern, Treppen und Sonderanfertigungen, eine klare Leistungsübersicht, der Meisterbetrieb-Status und Innungsmitgliedschaft, ein unkompliziertes Anfrageformular sowie eine antippbare Telefonnummer. Wer ein maßgefertigtes Einfahrtstor oder ein Treppengeländer sucht, will auf einen Blick sehen: Macht der das? Und sieht das professionell aus?
Wie wichtig ist eine Fotogalerie für einen Metallbaubetrieb? +
Äußerst wichtig. Metallbauarbeiten sind hochindividuell, und Interessenten können die Qualität nur anhand von Fotos einschätzen, bevor sie anfragen. Zeigen Sie abgeschlossene Projekte in verschiedenen Kategorien: Tore, Zäune, Geländer, Überdachungen, Treppen, Sonderkonstruktionen. Drei bis fünf gute Fotos pro Kategorie mit natürlichem Licht genügen. Der Effekt ist enorm: Wer Ihre Arbeit sieht, fragt viel häufiger an.
Sollte ein Metallbauer Preise auf der Webseite nennen? +
Nein, bei Maßanfertigungen sind Festpreise nicht sinnvoll. Schreiben Sie stattdessen klar: "Individuelles Angebot nach Ihren Maßen und Wünschen." Das setzt realistische Erwartungen. Ein Button "Kostenloses Angebot anfragen" ist Ihr wichtigstes Konversionselement.
Welche Leistungen sollte ein Metallbauer auf der Webseite beschreiben? +
Alle Leistungen, die Sie wirklich anbieten: Tore, Zäune, Geländer, Treppen, Überdachungen, Stahlbau, Edelstahlarbeiten, Reparaturen und Wartung. Wer nicht weiß, dass Sie Automatiktore reparieren, fragt nicht danach. Jede benannte Leistung ist eine Chance, bei der passenden Google-Suche gefunden zu werden.
Wie zeige ich Meisterbetrieb-Status auf der Webseite? +
Nennen Sie es klar auf der Startseite: Meisterbetrieb, Mitglied der Innung Metall. Platzieren Sie Innungslogos oder Mitgliedssiegel sichtbar unterhalb des Headers und im Über-uns-Bereich. Wer eine kraftbetätigte Anlage plant, will wissen, ob der Betrieb nach BGV D27 geprüft ist, das ist Pflicht für Torwartungsbetriebe.
Was kostet eine Webseite für einen Metallbaubetrieb? +
Einmalige Webdesign-Aufträge bei einer Agentur kosten meist zwischen 2.000 und 6.000 Euro zuzüglich laufender Hosting- und Pflegekosten. Eine günstigere Alternative ist ein Webseiten-Abo ab 49 Euro pro Monat inklusive Design, Hosting, Smartphone-Optimierung und kleinen Inhaltsaktualisierungen, monatlich kündbar und ohne Einrichtungsgebühr.
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