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Webseite für Schreiner und Tischlereien: Was online wirklich Anfragen bringt

Referenzgalerie, Maßarbeit statt Serienmöbel, leicht buchbarer Aufmaß-Termin: Was eine Tischlerei-Webseite 2026 leisten muss, damit Interessenten den Anruf auch wirklich machen.

Webfrisch Sascha Heyer · Webfrisch ·

Wer eine Einbauküche, eine Treppe nach Maß oder neue Innentüren sucht, googelt zuerst. Er landet auf mehreren Webseiten, vergleicht in wenigen Sekunden und entscheidet dann, wen er anruft oder anschreibt. Ob das Ihre Tischlerei ist oder die des Mitbewerbers, hängt meistens an einer einzigen Frage: Sieht die Webseite so aus, als ob da jemand wirklich gutes Handwerk macht?

Viele Schreinereien und Tischlereien haben entweder gar keine Webseite oder eine Seite, die seit Jahren nicht aktualisiert wurde und auf dem Smartphone kaum lesbar ist. Das ist eine Chance für Betriebe, die es besser machen. Dieser Artikel zeigt, was eine Schreiner-Webseite 2026 wirklich braucht und was Sie weglassen können.

1. Referenzgalerie: das Herzstück jeder Tischlerei-Webseite

Ein Schreiner verkauft nicht Holz, er verkauft das Ergebnis: die fertige Küche, die Treppe, den Einbauschrank. Wer sich auf Ihrer Seite umsieht, will sehen, ob Ihre Arbeit zu ihm passt. Eine leere Webseite mit nur Text und einer Telefonnummer verliert diesen Interessenten sofort.

Die Referenzgalerie ist deshalb das wichtigste Element Ihrer Webseite. Zeigen Sie:

Smartphone-Fotos bei gutem Licht sind vollkommen ausreichend. Was zählt, ist, dass die Fotos echt sind und echte Arbeit zeigen. Stockfotos aus dem Internet erkennen Interessenten sofort und sie machen misstrauisch.

2. Leistungen klar benennen: was Sie machen und was Sie nicht machen

Schreiner und Tischler decken ein breites Spektrum ab. Viele Interessenten wissen nicht genau, ob Sie das machen, was sie brauchen. Machen Sie es eindeutig.

Typische Leistungsbereiche, die Sie klar aufführen sollten:

Nennen Sie nur, was Sie wirklich anbieten. Lieber weniger und klar als eine Liste, bei der der Interessent beim Anruf feststellt, dass Sie das Gewünschte doch nicht machen.

3. Maßarbeit von Serienmöbeln unterscheiden

Der Hauptgrund, warum jemand zu einem Schreiner geht statt in ein Möbelhaus: er will etwas, das genau passt. Die 2,35 Meter breite Nische im Flur, die keine Standardlösung füllen kann. Die Treppe, die sich dem Bestandsgrundriss anpasst. Das Einzelstück aus dem Holz, das der Kunde selbst ausgesucht hat.

Betonen Sie das auf Ihrer Webseite konkret:

Dieser Unterschied ist Ihr stärkstes Argument gegen Möbelhäuser und Online-Shops. Machen Sie ihn auf der Startseite sichtbar, nicht versteckt auf einer Unterseite.

4. Meisterbetrieb und Innungsmitgliedschaft zeigen

Interessenten, die noch nie mit einem Schreiner gearbeitet haben, wissen oft nicht, wie sie Qualität einschätzen sollen. Ein Meisterbetrieb-Logo oder das Siegel der Tischler-Innung schafft sofort Orientierung: Hier steckt jemand dahinter, der das Handwerk gelernt hat und der sich an Qualitätsstandards hält.

Zeigen Sie auf Ihrer Webseite:

Platzieren Sie diese Informationen gut sichtbar auf der Startseite, idealerweise in einem kurzen Vertrauensstreifen direkt unter dem Hauptbanner. Wer weiterscrollt, hat sie gesehen.

5. Den Aufmaß-Termin leicht buchbar machen

Der erste Schritt zu einem Auftrag ist bei den meisten Tischlereien das Aufmaß vor Ort. Dieser erste Termin ist der Engpass: Wer sich nicht sicher ist, ob er die richtige Tischlerei anfragt, zögert. Machen Sie den ersten Schritt so reibungslos wie möglich.

Konkret bedeutet das auf der Webseite:

Platzieren Sie die Anfragemöglichkeit an mehreren Stellen: am Ende der Startseite, am Ende jeder Leistungsseite und auf einer eigenen Kontaktseite. Wer sich durchgescrollt hat und jetzt überzeugt ist, soll sofort handeln können, ohne wieder nach oben zu scrollen.

6. Materialien und Holzarten erklären

Viele Kunden haben konkrete Vorstellungen über das Material: Eiche, Nussbaum, Kiefer, Multiplex, lackiert oder geölt. Wer das auf Ihrer Webseite findet, fühlt sich verstanden. Wer es nicht findet, fragt sich, ob Sie das überhaupt anbieten.

Ein kurzer Abschnitt über die Materialien, mit denen Sie arbeiten, ist deshalb sinnvoll. Nicht als technisches Lexikon, sondern als Übersicht: welche Holzarten Sie verarbeiten, welche Oberflächen Sie anbieten (Öl, Wachs, Lack, Beize) und ob Sie Massivholz, Furniere oder beide Optionen haben. Das hilft dem Interessenten, seinen Wunsch konkreter zu formulieren, bevor er anruft.

7. Kundenbewertungen und Projektreferenzen

Tischlerarbeiten sind Vertrauenssache. Man lässt jemanden ins Haus, bezahlt im Voraus und wartet Wochen auf das Ergebnis. Wer das noch nie gemacht hat, ist vorsichtig. Kundenstimmen und echte Projektreferenzen senken diese Schwelle deutlich.

Drei bis fünf Kundenzitate mit Namen und Projektbeschreibung reichen für den Anfang. Noch besser: Ein kurzes Projektbeispiel mit Fotos und einem Kundenzitat direkt darunter. Das verbindet die Qualität der Arbeit mit einer echten Rückmeldung und ist überzeugender als beides getrennt.

Bitten Sie zufriedene Kunden nach Abschluss aktiv um eine Google-Bewertung. Das ist erlaubt und kostet Sie nichts außer einem kurzen Hinweis bei der Übergabe.

8. Über die Tischlerei und das Team

Handwerk ist Vertrauenssache. Ein Über-uns-Bereich mit einem echten Foto von Ihnen oder Ihrem Team macht aus einem anonymen Betrieb einen konkreten Ansprechpartner. Das ist besonders bei größeren Aufträgen wichtig, bei denen jemand mehrere Tausend Euro investiert und wissen will, mit wem er es zu tun hat.

Schreiben Sie, seit wann der Betrieb besteht, welche Schwerpunkte Sie haben und was Ihnen bei Ihrer Arbeit wichtig ist. Drei bis fünf Sätze reichen. Kein Marketingsprech, sondern echte Informationen über Ihre Tischlerei.

Falls Sie Azubis ausbilden oder gerade auf der Suche nach Fachkräften sind: Erwähnen Sie das auf der Webseite. Handwerks-Webseiten, die auch als Recruiting-Kanal funktionieren, holen mehr aus ihrer Online-Präsenz heraus.

Was Sie weglassen können

Nicht alles, was technisch möglich ist, hilft auf einer Tischlerei-Webseite. Sparen Sie sich:

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Häufige Fragen zur Schreiner- und Tischler-Webseite

Was muss auf die Webseite einer Tischlerei oder Schreinerei? +

Das Wichtigste ist eine Referenzgalerie mit echten Fotos abgeschlossener Projekte, zum Beispiel Einbauküchen, Treppen, Möbel und Türen. Dazu eine klare Leistungsübersicht, die erklärt, was Sie machen und was Sie unterscheidet. Zeigen Sie Ihr Meisterbetrieb-Zertifikat und Ihre Innungsmitgliedschaft. Ein einfaches Formular oder eine gut sichtbare Telefonnummer für den Aufmaß-Termin sind Pflicht. Und nennen Sie Ihren Standort und Ihr Einzugsgebiet, damit lokale Interessenten Sie in der Suche finden.

Wie präsentiere ich meine Schreinerarbeiten am besten auf der Webseite? +

Echte Fotos Ihrer eigenen Arbeit sind das stärkste Mittel. Smartphone-Fotos bei gutem Licht sind völlig ausreichend. Zeigen Sie Details: eine Holzmaserung, eine sauber gefertigte Eckverbindung, eine offene Schublade mit Schiebeführung. Vorher-nachher-Vergleiche überzeugen besonders stark. Ergänzen Sie jeden Bildblock mit zwei bis drei Sätzen zum Projekt. Stockfotos aus dem Internet wirken auf einer Tischlerei-Webseite schnell unecht und schaden mehr als sie nützen.

Braucht ein Schreiner oder Tischler eine eigene Webseite? +

Ja. Wer eine Einbauküche oder eine Treppe nach Maß sucht, recherchiert vorab online. Er möchte Fotos sehen, Preisvorstellungen einordnen und prüfen, ob der Betrieb seriös und erreichbar ist. Ein Google-Unternehmensprofil allein reicht dafür nicht. Die eigene Webseite ist der Ort, an dem Sie Ihre Arbeiten zeigen, Ihre Haltung erklären und den Interessenten zur Anfrage führen. Tischlereien ohne professionelle Webseite verlieren Aufträge an Mitbewerber, die online besser aufgestellt sind.

Wie bewerbe ich Aufmaß-Termine auf meiner Schreiner-Webseite? +

Machen Sie den ersten Schritt so klein wie möglich. Ein kurzes Formular mit Name, Telefonnummer und einer kurzen Beschreibung des Projekts reicht. Ergänzen Sie, was beim Aufmaß-Termin passiert und ob er kostenlos ist. Formulierungen wie "Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden" oder "kostenloses Aufmaß in Ihrem Zuhause" senken die Hemmschwelle deutlich. Platzieren Sie die Anfragemöglichkeit an mehreren Stellen: am Ende der Startseite, am Ende jeder Leistungsseite und auf einer eigenen Kontaktseite.

Wie unterscheide ich mich als Schreiner von Möbelketten auf meiner Webseite? +

Betonen Sie genau das, was Möbelketten nicht können: Maßarbeit für Ihre spezifische Raumsituation, persönliche Beratung vor Ort, Materialqualität die Sie selbst auswählen. Echte Fotos Ihrer Arbeit zeigen sofort den Unterschied zu Serienmöbeln. Schreiben Sie konkret: "Wir bauen die Küche, die in Ihre 2,35 Meter Nische passt" statt "Individuelle Lösungen nach Maß". Persönlichkeit und lokaler Bezug sind Ihre stärksten Argumente gegen die Großen.

Was kostet eine professionelle Webseite für eine Tischlerei oder Schreinerei? +

Einmalkosten bei freien Webdesignern liegen meist zwischen 1.500 und 5.000 Euro, zuzüglich jährlicher Hosting- und Pflegekosten. Günstiger einsteigen geht mit einem Webseiten-Abo ab rund 49 Euro pro Monat, das Design, Hosting, Smartphone-Optimierung und kleine Änderungen einschließt, ohne Einrichtungsgebühr und monatlich kündbar. Baukästen wie Jimdo oder Wix kosten wenig, erfordern aber erheblichen Eigenaufwand und wirken oft weniger professionell als eine maßgeschneiderte Lösung.

Fazit

Eine gute Tischlerei-Webseite ist das beste Verkaufsgespräch, das Sie nicht selbst führen müssen. Sie zeigt Ihre Arbeit, erklärt Ihren Unterschied zu Möbelketten und führt den Interessenten zur Anfrage, auch wenn Sie gerade in der Werkstatt stehen. Die wichtigsten Bausteine: Referenzgalerie mit echten Fotos, klare Leistungsbeschreibung, Meisterbetrieb sichtbar machen und Aufmaß-Termin leicht buchbar.

Wer das hat, ist in seiner Region deutlich besser aufgestellt als die meisten Mitbewerber. Und eine professionelle Webseite muss nicht teuer sein.

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