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Reicht Instagram oder Facebook als Restaurant-Webseite?

Eine ehrliche Antwort für 2026. Was Social Media wirklich gut kann, wo es als Ersatz für die eigene Seite scheitert und warum am Ende beides zusammen am besten funktioniert.

Von Sascha Heyer · 24. Juni 2026 · ca. 6 Minuten

"Ich habe doch Instagram und Facebook, wozu brauche ich da noch eine eigene Webseite?" Diese Frage hören wir oft, und sie ist berechtigt. Ein gepflegtes Social-Media-Profil sieht modern aus, kostet nichts und viele Gäste sind sowieso den ganzen Tag dort unterwegs. Warum also der Aufwand mit einer eigenen Seite?

Wir bauen Webseiten für lokale Betriebe und wollen Ihnen hier nichts einreden. Deshalb zuerst das Ehrliche: Social Media ist für ein Restaurant nicht überflüssig, im Gegenteil. Es ersetzt nur die eigene Webseite nicht. Hier ist, warum, und wie beides zusammen am besten wirkt.

Was Social Media wirklich gut kann

Fangen wir mit dem an, was für Instagram und Facebook spricht, denn das ist viel:

Wer das gut macht, sollte unbedingt weitermachen. Der Fehler liegt nicht darin, Social Media zu nutzen, sondern darin, zu glauben, es ersetzt alles andere.

Wo ein Profil als Ersatz scheitert

1. Bei Google gefunden werden

Der wichtigste Punkt. Die meisten neuen Gäste suchen nicht auf Instagram nach einem Lokal, sie googeln. "Italiener in der Nähe", "Gasthof mit Biergarten", Ihr Ortsname plus "essen gehen". Google zeigt darauf in aller Regel Webseiten und Google-Unternehmensprofile, kaum je ein einzelnes Instagram-Profil weit oben. Wer keine eigene Seite hat, ist genau in dem Moment unsichtbar, in dem ein neuer Gast Sie sucht.

2. Die volle Speisekarte, Öffnungszeiten und Anfahrt

Auf einem Feed verschwindet jede Information nach ein paar Tagen im Strom der nächsten Beiträge. Niemand scrollt drei Wochen zurück, um Ihre Öffnungszeiten oder die komplette Speisekarte zu finden. Eine Webseite zeigt das übersichtlich an einer festen Stelle, jederzeit abrufbar, ohne dass der Gast suchen muss.

3. Reservieren ohne Umweg

Auf der eigenen Seite ist die antippbare Telefonnummer und ein kurzes Reservierungsformular immer sichtbar. Über eine Social-App muss der Gast erst eine Nachricht schreiben und hoffen, dass jemand rechtzeitig antwortet. Der direkte Weg zum Tisch ist auf der eigenen Seite einfach kürzer.

4. Sie mieten, Sie besitzen nicht

Das ist der unangenehme Teil. Ihr Social-Media-Profil gehört nicht Ihnen, sondern der Plattform. Der Algorithmus entscheidet, wie viele Ihrer Follower einen Beitrag überhaupt sehen, und das werden von Jahr zu Jahr weniger, wenn man nicht für Reichweite bezahlt. Wird ein Account gesperrt oder gehackt, ist im schlimmsten Fall alles weg. Ihre eigene Webseite gehört Ihnen, mit Ihrer Domain, Ihren Inhalten, unabhängig von den Launen einer Plattform.

5. Vertrauen und Seriosität

Ein eigenes, gepflegtes Auftreten unter der eigenen Adresse wirkt auf viele Gäste verlässlicher als ein reines Social-Profil. Gerade ältere Gäste, Firmen, die einen Tisch für eine Feier suchen, oder Reisende, die einen Ort noch nicht kennen, erwarten eine richtige Webseite. Ein Impressum, klare Angaben, ein professioneller Eindruck. Das schafft Vertrauen, bevor jemand zum ersten Mal durch die Tür kommt.

Die ehrliche Empfehlung: nicht entweder oder, sondern beides

Die beste Lösung ist keine Entscheidung gegen Social Media. Es ist eine Arbeitsteilung:

Beide verlinken sich gegenseitig: Auf der Webseite stehen Ihre Social-Profile, in der Instagram-Bio steht Ihre Webseite. So schicken Sie neue Gäste, die über Google kommen, zu Ihren Stories, und Ihre Follower zur Reservierung. Das eine verstärkt das andere.

Was eine kleine Restaurant-Seite leisten muss

Eine eigene Seite muss nicht groß oder kompliziert sein. Für die meisten Lokale reichen ein paar Dinge, wenn sie gut gemacht sind:

Die Kurzfassung

Häufige Fragen

Brauche ich eine eigene Webseite, wenn ich schon Instagram oder Facebook habe?+

Social Media ist hervorragend, um Reichweite aufzubauen und Stammgäste zu erreichen, ersetzt aber keine eigene Webseite. Wer Ihr Lokal bei Google sucht, landet in der Regel auf einer Webseite, nicht auf einem Instagram-Profil. Auch die volle Speisekarte, verlässliche Öffnungszeiten, die Anfahrt und eine Reservierung sind auf einer eigenen Seite übersichtlicher und seriöser. Am besten nutzen Sie beides: die Webseite als Zuhause, Social Media als Lautsprecher.

Werde ich mit einem Instagram-Profil bei Google gefunden?+

Nur eingeschränkt. Google zeigt einzelne Social-Media-Profile selten weit oben, wenn jemand nach einem Lokal, einer Küche oder einem Ort sucht. Eine eigene Webseite mit klaren Inhalten zu Ihrem Restaurant, Ihrer Speisekarte und Ihrem Standort wird deutlich besser gefunden und lässt sich zusammen mit einem Google-Unternehmensprofil gezielt für die lokale Suche optimieren.

Was kostet eine einfache Webseite für ein Restaurant?+

Eine schlichte, gepflegte Restaurant-Webseite muss nicht teuer sein. Es gibt Modelle im Abo ab etwa 30 bis 100 Euro im Monat inklusive Hosting und Pflege, einmalige Erstellungen beim Freelancer im niedrigen vierstelligen Bereich und Baukästen, die günstiger sind, aber Ihre eigene Arbeit erfordern. Wichtiger als der Preis ist, dass die Seite auf dem Handy schnell ist, die Speisekarte und Öffnungszeiten stimmen und ein klarer Weg zur Reservierung da ist.

Wie würde Ihre eigene Seite aussehen?

Wir gestalten unverbindlich eine kostenlose Vorschau Ihrer neuen Webseite, passend zu Ihrem Lokal und Ihren Social-Profilen. Sie sehen das Ergebnis, bevor Sie sich entscheiden.

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Dieser Beitrag betrachtet die Gastronomie. Allgemein für lokale Betriebe: Reicht eine Facebook-Seite statt einer eigenen Webseite?
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