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Restaurant-Webseite: Was muss drauf?

Eine ehrliche Checkliste für 2026. Was Gäste auf der Seite eines Restaurants, Cafés oder Gasthofs wirklich suchen, und was am Ende den Tisch füllt.

Von Sascha Heyer · 22. Juni 2026 · ca. 6 Minuten

Die meisten Gäste haben Ihr Lokal schon gegoogelt, bevor sie zum ersten Mal kommen. Sie suchen "italienisch in der Nähe" oder den Namen Ihres Gasthofs, landen auf der Webseite und entscheiden dort in wenigen Sekunden: hingehen, reservieren, oder weiterziehen. Genau diese Seite ist bei vielen Restaurants das schwächste Glied. Sie ist vor Jahren einmal gebaut worden, die Speisekarte ist ein abfotografiertes PDF, und auf dem Handy muss man ständig zoomen.

Wir bauen Webseiten für lokale Betriebe und haben uns dutzende echte Gastro-Seiten angesehen. Hier ist die Checkliste, die dabei herausgekommen ist. Ehrlich, ohne Fachchinesisch.

1. Die aktuelle Speisekarte, gut lesbar

Das ist der häufigste Grund, warum jemand Ihre Seite überhaupt öffnet. Trotzdem versteckt sich die Karte oft in einem PDF, das man erst herunterladen und dann auf dem Handy mühsam größer ziehen muss. Besser ist eine Speisekarte, die direkt auf der Seite steht: sofort lesbar, auf jedem Bildschirm. Das ist nicht nur angenehmer für den Gast, es hilft auch bei Google, denn ein Bild oder PDF kann die Suchmaschine kaum lesen, einen echten Text schon.

Wichtig ist, dass die Karte aktuell ist. Eine Seite, die noch das Menü vom letzten Jahr oder Preise von vor der Anpassung zeigt, kostet Vertrauen. Wenn sich Ihre Karte oft ändert, reicht oft eine kurze, gepflegte Auswahl plus der Hinweis, dass es täglich wechselnde Gerichte gibt.

2. Der Weg zum Tisch: Reservierung und Telefon

Beim Restaurant ist der wichtigste Knopf "Tisch reservieren". Machen Sie ihn groß und gut sichtbar, auf jeder Seite. Für die meisten kleinen Lokale genügt dafür kein teures Buchungssystem: eine klar sichtbare Telefonnummer, die man auf dem Handy direkt antippen kann, und ein kurzes Reservierungsformular reichen völlig. Wer abends spontan einen Tisch sucht, soll nicht drei Klicks suchen müssen.

3. Öffnungszeiten, die stimmen

Klingt banal, ist aber einer der häufigsten Frustpunkte. Nichts ärgert einen Gast mehr, als vor verschlossener Tür zu stehen, weil die Webseite falsche Zeiten zeigt. Schreiben Sie die Öffnungszeiten klar hin, samt Ruhetag und Feiertagen, und halten Sie sie aktuell. Eine Zeile zu Betriebsferien oder einem geänderten Feiertagsbetrieb spart Ihnen verärgerte Anrufe und enttäuschte Gäste.

4. Echte Fotos: das Lokal und die Teller

Beim Essen entscheidet das Auge mit. Echte Fotos Ihrer eigenen Gerichte, des Gastraums und der Terrasse wirken stärker als jedes austauschbare Stockbild aus dem Internet. Ein Gast spürt sofort den Unterschied zwischen einem geschönten Werbefoto und dem Teller, den er bei Ihnen wirklich bekommt. Ein paar gute, ehrliche Bilder schaffen mehr Appetit und mehr Vertrauen als zwanzig beliebige.

Tipp: Sie brauchen kein Profi-Studio. Wenige gute Aufnahmen bei Tageslicht, von Ihren echten Gerichten und Ihrem echten Raum, reichen für einen starken Eindruck.

5. Gefunden werden: Adresse, Karte und Google

Viele Gäste finden Sie über die Handysuche. Dafür brauchen Sie zwei Dinge: einen gepflegten Google-Eintrag (Ihr Unternehmensprofil bei Google) und eine Webseite, die klar sagt, wo Sie sind. Adresse, eine Karte und ein Knopf "Route planen" gehören sichtbar auf die Seite. Wer "Restaurant in [Ihr Ort]" sucht, soll Sie finden und sofort wissen, wie er zu Ihnen kommt.

6. Mehr als nur die Karte: Ihre Geschichte

Was macht Ihr Lokal besonders? Der Familienbetrieb in dritter Generation, die eigene Backstube, die Küche aus regionalen Zutaten, der Biergarten unter alten Kastanien. Ein paar ehrliche Sätze dazu, wer Sie sind, geben dem Gast einen Grund, gerade zu Ihnen zu kommen und nicht zur Kette nebenan. Das ist der Unterschied zwischen einer Visitenkarte und einer Einladung.

7. Mobil und schnell

Mehr als die Hälfte Ihrer Besucher kommt vom Handy, oft unterwegs auf dem Weg zum Essen. Wenn die Seite dort nur winzig dargestellt wird, langsam lädt oder die Speisekarte erst geladen werden muss, sind viele schon weg. Eine zeitgemäße Seite passt sich automatisch an jeden Bildschirm an und ist in ein, zwei Sekunden da. Das ist 2026 kein Extra mehr, sondern die Grundlage.

Die Kurzfassung

Häufige Fragen

Was muss auf die Webseite eines Restaurants?+

Die wichtigsten Bausteine sind: eine aktuelle Speisekarte, die sich auch auf dem Handy gut lesen lässt, ein einfacher Weg zur Reservierung, klare Öffnungszeiten samt Feiertagen, echte Fotos der eigenen Gerichte und des Lokals, die Adresse mit Karte und Anfahrt sowie eine Seite, die auf dem Smartphone schnell lädt.

Sollte die Speisekarte ein PDF oder eine echte Webseite sein?+

Eine echte Webseiten-Speisekarte ist fast immer besser als ein abfotografiertes PDF. Ein PDF muss der Gast erst herunterladen, auf dem Handy ständig zoomen und es ist für Google kaum lesbar. Eine direkt auf der Seite eingebundene Karte lässt sich sofort lesen, schnell aktualisieren und wird besser gefunden.

Braucht ein kleines Restaurant überhaupt eine eigene Webseite, wenn es bei Google und auf Facebook ist?+

Ja. Ein Google-Eintrag und Social Media sind wichtig, aber die eigene Webseite ist der Ort, den Sie selbst kontrollieren: aktuelle Speisekarte, Reservierung und Öffnungszeiten an einer verlässlichen Stelle. Viele Gäste suchen ein Lokal, schauen kurz auf die Webseite und entscheiden dort, ob sie kommen oder reservieren.

Wie sieht das für Ihr Lokal aus?

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Diese Checkliste gilt für die Gastronomie. Für Handwerksbetriebe gibt es eine eigene: Handwerker-Webseite: Was muss drauf?
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