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Was gehört auf die Startseite? Der Aufbau einer Webseite für lokale Betriebe

Die Startseite ist für die meisten Besucher die ganze Webseite. Sie kommen über Google oder einen Link, schauen ein paar Sekunden und entscheiden dann: anrufen oder weiterziehen. Trotzdem sind viele Startseiten von lokalen Betrieben eine wilde Sammlung aus Text, Bildern und Menüpunkten ohne klare Ordnung. Dieser Artikel zeigt, welche Abschnitte auf die Startseite gehören und in welcher Reihenfolge, von oben nach unten.

Die eine Frage, die Ihre Startseite beantworten muss

Bevor es um einzelne Abschnitte geht, hilft ein einfacher Maßstab. Ein Besucher, der zum ersten Mal auf Ihrer Seite landet, stellt sich unbewusst drei Fragen: Bin ich hier richtig? Machen die das, was ich suche? Und wie nehme ich Kontakt auf? Eine gute Startseite beantwortet diese drei Fragen in den ersten Sekunden und macht danach die Anfrage so leicht wie möglich.

Alles, was auf die Seite kommt, sollte einer dieser Aufgaben dienen. Was keine der drei Fragen beantwortet, lenkt eher ab, als dass es hilft. Mit diesem Maßstab lässt sich jede Startseite ordnen.

Der Aufbau von oben nach unten

ABSCHNITT 1
Der Kopfbereich: Name, Angebot, Ort

Ganz oben, noch bevor der Besucher scrollt, muss klar sein: Wer sind Sie, was bieten Sie an und wo sind Sie? Ein Satz genügt oft, zum Beispiel "Maler und Lackierer aus Musterstadt" oder "Familiengeführtes Gasthaus im Herzen von Musterstadt". Dazu ein gutes Bild und der Name Ihres Betriebs. Der Besucher soll in zwei Sekunden wissen, dass er richtig ist.

Häufiger Fehler: ein schöner, aber nichtssagender Slogan ganz oben, bei dem man raten muss, worum es geht. Konkret schlägt clever.

ABSCHNITT 2
Der wichtigste Knopf: anrufen oder anfragen

Direkt im Kopfbereich gehört die wichtigste Handlung als gut sichtbarer Knopf: anrufen, Termin anfragen oder eine Nachricht schreiben. Auf dem Handy sollte die Telefonnummer antippbar sein und ein Tipp den Anruf starten. Dieser Knopf sollte auch nach dem Scrollen erreichbar bleiben, etwa als fest sitzende Leiste am unteren Rand.

Ob eher Telefon oder Formular sinnvoll ist, hängt vom Betrieb ab. Die Abwägung steht in Kontaktformular oder Telefonnummer? Warum ein fehlender Handlungsaufruf Anfragen kostet, zeigt Webseite bringt keine Anfragen?

ABSCHNITT 3
Leistungen oder Angebot im Überblick

Jetzt darf es konkreter werden: Was bieten Sie an? Ein Handwerksbetrieb listet seine Leistungen, ein Restaurant zeigt Küche und Speisekarte, eine Praxis ihre Behandlungen. Drei bis sechs klare Punkte mit einem kurzen Satz pro Punkt reichen. Der Besucher soll auf einen Blick sehen, ob das, was er sucht, dabei ist.

Formulieren Sie aus Sicht des Kunden, nicht als Aufzählung von Fachbegriffen. Wie das gelingt, steht in Was soll ich auf meine Webseite schreiben?

ABSCHNITT 4
Vertrauen: Referenzen und Bewertungen

Ein neuer Besucher kennt Sie nicht. Deshalb gehört auf die Startseite ein Bereich, der Vertrauen schafft: echte Kundenstimmen, Google-Bewertungen, Beispiele erledigter Arbeiten oder Hinweise wie Meisterbetrieb, Innungsmitglied oder "seit 1998 in Musterstadt". Menschen entscheiden mit dem Bauch, und nichts überzeugt so sehr wie zufriedene andere Kunden.

Wie Sie zu mehr Bewertungen kommen, steht in Mehr Google-Bewertungen bekommen. Für Handwerker lohnt eine kleine Projektgalerie, siehe Referenzen und Portfolio auf der Handwerker-Webseite.

ABSCHNITT 5
Echte Fotos statt Symbolbilder

Bilder verkaufen. Ein Foto Ihres Teams, Ihres Ladens, Ihrer Arbeit oder Ihrer Gerichte wirkt tausendmal stärker als ein austauschbares Symbolbild aus dem Internet. Echte Fotos zeigen, dass es Sie wirklich gibt, und sie machen den Betrieb greifbar. Ein einziges gutes Handybild vom eigenen Team schlägt jedes Stockfoto.

Wann eigene Fotos und wann Stockfotos vertretbar sind, klärt Eigene Fotos oder Stockfotos?

ABSCHNITT 6
Öffnungszeiten, Adresse und Kontakt

Bevor jemand anruft oder vorbeikommt, will er wissen: Habt ihr auf, und wo seid ihr? Öffnungszeiten, Adresse mit Karte und Kontaktmöglichkeiten gehören klar sichtbar auf die Startseite, nicht versteckt auf einer Unterseite. Halten Sie die Öffnungszeiten aktuell, gerade an Feiertagen. Nichts ärgert mehr als ein umsonster Weg vor verschlossener Tür.

Warum Öffnungszeiten so wichtig sind und wie Sie sie überall aktuell halten, steht in Öffnungszeiten online aktuell halten.

ABSCHNITT 7
Der Fußbereich: Impressum und Rechtliches

Ganz unten gehört der Fußbereich mit Links zu Impressum und Datenschutz. Für Betriebe in Deutschland ist ein vollständiges Impressum Pflicht, und ein fehlendes kann teuer werden. Hier finden auch die Wiederholung der wichtigsten Kontaktdaten und gegebenenfalls Links zu sozialen Kanälen ihren Platz.

Die Reihenfolge ist kein Zufall

Diese Ordnung folgt dem Weg, den ein Besucher im Kopf geht: erst prüfen, ob er richtig ist, dann sehen, wie er Kontakt aufnimmt, dann verstehen, was Sie anbieten, dann Vertrauen fassen und schließlich die praktischen Details finden. Wer diese Reihenfolge umdreht und zum Beispiel die Firmengeschichte nach ganz oben stellt, verliert Besucher, bevor sie zur wichtigen Information kommen.

Wichtig: Der Handlungsaufruf muss nicht nur einmal oben stehen. Ein Betrieb bietet dem Besucher am besten an mehreren Stellen die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen, etwa nach den Leistungen und noch einmal am Ende. Wer gerade überzeugt ist, soll nicht erst nach oben scrollen müssen.

Was Sie weglassen sollten

Zuerst fürs Handy denken

Der größte Teil Ihrer Besucher kommt vom Smartphone. Die ganze Startseite sollte deshalb zuerst fürs Handy gedacht sein: lesbare Schrift ohne Zoomen, ein antippbarer Anruf-Knopf und Abschnitte, die man bequem mit dem Daumen durchscrollt. Die Ansicht am Computer ergibt sich daraus, nicht umgekehrt. Worauf es dabei ankommt, steht in Webseite auf dem Handy: Worauf es wirklich ankommt.

Checkliste für Ihre Startseite

Passende, ausführlichere Checklisten je nach Branche stehen in Restaurant-Webseite: die Checkliste und Handwerker-Webseite: die Checkliste.

Fazit

Eine gute Startseite ist kein Kunstwerk, sondern eine klare Abfolge: oben sofort erkennbar machen, wer Sie sind und wie man Kontakt aufnimmt, danach Angebot, Vertrauen, echte Bilder und die praktischen Details. Wer diese Ordnung einhält und alles fürs Handy denkt, führt den Besucher fast von selbst zur Anfrage. Wenn Sie sehen möchten, wie eine so aufgebaute Startseite für Ihren Betrieb aussehen könnte, erstellen wir Ihnen unverbindlich eine fertige Vorschau, die Sie vorab ansehen können.

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Häufige Fragen

Was gehört ganz oben auf die Startseite?+

Ganz oben gehören drei Dinge, die ein Besucher in wenigen Sekunden erfassen muss: der Name Ihres Betriebs, was Sie anbieten und wo Sie sitzen. Direkt daneben gehört die wichtigste Handlung, also ein gut sichtbarer Knopf zum Anrufen oder Anfragen. Wer oben sofort versteht, bei wem er gelandet ist und wie er Kontakt aufnimmt, bleibt. Wer suchen muss, springt ab.

Wie viele Abschnitte braucht eine Startseite?+

Für die meisten lokalen Betriebe reichen etwa sieben Abschnitte: ein klarer Kopfbereich mit Name und Angebot, ein Handlungsaufruf, die Leistungen im Überblick, ein Vertrauensbereich mit Referenzen oder Bewertungen, echte Fotos, Öffnungszeiten und Kontakt sowie ein Fußbereich mit Impressum. Mehr ist selten besser. Eine überladene Startseite verwirrt, eine klare führt den Besucher zur Anfrage.

Was ist der häufigste Fehler auf der Startseite?+

Der häufigste Fehler ist ein fehlender oder versteckter Handlungsaufruf. Viele Seiten beschreiben ausführlich den Betrieb, sagen dem Besucher aber nie klar, was er als Nächstes tun soll. Ein gut sichtbarer Knopf zum Anrufen oder Anfragen, der auch nach dem Scrollen erreichbar bleibt, macht oft den größten Unterschied bei der Zahl der Anfragen.

Sollte die Startseite für das Handy oder den Computer gemacht sein?+

Zuerst für das Handy. Die meisten Besucher lokaler Betriebe kommen vom Smartphone. Die Startseite sollte deshalb von Anfang an fürs Handy gedacht sein: gut lesbare Schrift, ein antippbarer Anruf-Knopf und Abschnitte, die man bequem mit dem Daumen durchscrollt. Die Computer-Ansicht ergibt sich daraus, nicht umgekehrt.

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