Eine Bäckerei lebt von Laufkundschaft, festen Stammkunden und den planbaren Umsatzspitzen rund um Feiertage und Feiern. Alle drei Gruppen greifen heute zuerst zum Smartphone: Wo ist die nächste Filiale, hat sie am Sonntag offen, und kann ich dort eine Torte für Samstag bestellen? Wer darauf keine schnelle Antwort findet, geht zur Bäckerei um die Ecke, die es online besser macht.
Eine Bäckerei-Webseite ist dabei etwas anderes als eine Restaurant- oder Cafékarte. Es geht nicht um Reservierung und Abendkarte, sondern um Sortiment, Filialen, Vorbestellungen und Vertrauen. Dieser Artikel zeigt, was wirklich draufgehört und was Sie sich sparen können.
1. Das Sortiment sichtbar machen
Backwaren verkaufen sich fast ausschließlich über das Auge. Trotzdem steht auf vielen Bäckerei-Webseiten nur "wir backen täglich frisch" und daneben ein graues Stockfoto. Zeigen Sie stattdessen echte Fotos Ihrer eigenen Backwaren, denn genau die machen Appetit und zeigen, wofür Ihr Betrieb steht.
Sie müssen nicht jedes Produkt einzeln mit Preis auflisten, das ändert sich zu oft und veraltet schnell. Gruppieren Sie stattdessen nach Kategorien:
- Brot: Ihre Brotsorten, gern mit einem Wort zur Besonderheit (Sauerteig, Dinkel, Roggen, Krustenbrot)
- Brötchen und Kleingebäck: die tägliche Auswahl
- Kuchen und Torten: was in der Theke liegt und was auf Bestellung geht
- Konditorei und Feingebäck: Ihre Spezialitäten, die Sie von anderen abheben
- Saisonales: ein eigener Bereich für das, was gerade Saison hat
Ein paar gute Fotos pro Kategorie reichen. Fotografieren Sie bei Tageslicht und mit ruhigem Hintergrund. Ein ehrliches Bild Ihres eigenen Krustenbrots wirkt stärker als jedes perfekte Werbefoto aus einer Bilddatenbank.
2. Torten und Backwaren online vorbestellen
Der größte Hebel auf einer Bäckerei-Webseite ist ein einfaches Vorbestellformular. Geburtstagstorten, Hochzeitstorten, belegte Brötchen fürs Büro, Brötchen und Brezeln für die Feier am Wochenende: Diese Bestellungen laufen ohnehin, meistens telefonisch und oft genau dann, wenn im Verkauf gerade Hochbetrieb herrscht.
Ein Formular nimmt diese Bestellungen rund um die Uhr entgegen, auch abends und am Sonntag, wenn niemand ans Telefon geht. Fragen Sie nur das Nötigste ab:
- Was möchten Sie bestellen (Torte, Blechkuchen, belegte Brötchen, Partyplatte)
- Wie viel bzw. für wie viele Personen
- Für wann (Datum und Uhrzeit zur Abholung)
- In welcher Filiale zur Abholung
- Name und Telefonnummer
Sie bestätigen die Bestellung dann kurz per Anruf oder Mail und klären Details wie Beschriftung oder Sonderwünsche. Wichtig ist der Hinweis auf die Vorlaufzeit, etwa "Torten bitte mindestens drei Tage vorher bestellen". Dieser eine Baustein gewinnt Aufträge, die sonst dort landen, wo schneller jemand erreichbar war.
3. Filialen und Öffnungszeiten aktuell halten
Wenn Sie mehrere Filialen haben, ist die Filialübersicht eine der meistbesuchten Seiten überhaupt. Kunden suchen nach der nächsten Filiale und ihren aktuellen Zeiten, fast immer unterwegs auf dem Handy. Jede Filiale sollte deshalb klar und einzeln aufgeführt sein:
- Adresse und eine eingebundene Karte
- Öffnungszeiten, gut lesbar und aktuell
- Ein Ein-Klick-Weg zur Navigation auf dem Smartphone
- Besonderheiten der Filiale, etwa ein Café-Bereich oder ein Backshop im Supermarkt
Der häufigste Fehler ist, dass abweichende Zeiten an Sonn- und Feiertagen nicht sichtbar sind. Gerade Bäckereien haben oft am Sonntagvormittag offen, aber unter der Woche und an Feiertagen ganz andere Zeiten. Genau dann schauen Kunden nach. Wenn dort eine veraltete oder unklare Angabe steht, verlieren Sie den Besuch. Die Öffnungszeiten aktuell zu halten ist deshalb Pflicht, nicht Kür.
4. Das Saisongeschäft nach vorne holen
Kaum ein anderer Betrieb hat so planbare Umsatzspitzen wie eine Bäckerei. Diese Anlässe gehören sichtbar und rechtzeitig auf die Webseite, denn hier wird oft Wochen vorher geplant und vorbestellt:
- Weihnachten: Stollen, Plätzchen, Festtagsgebäck
- Ostern: Osterzopf, Osterhasen, Osterlämmer
- Karneval und Fastnacht: Berliner, Krapfen, regionale Spezialitäten
- Hochzeitssaison: Hochzeitstorten und Candybar
- Einschulung, Kommunion und Konfirmation: Motivtorten und Bestellungen für Feiern
Ein saisonaler Hinweis auf der Startseite mit Vorbestell-Link zur richtigen Zeit ist bares Geld. "Jetzt Stollen vorbestellen" im November oder "Ostergebäck aus unserer Backstube" im März holt genau die Kunden ab, die ohnehin planen. Nach der Saison tauschen Sie den Hinweis einfach aus. Bei einem Webseiten-Abo mit inkludierten kleinen Änderungen macht das Ihr Anbieter für Sie.
5. Catering, Büroservice und Bestellungen für Feiern
Viele Bäckereien bieten weit mehr als den Verkauf über die Theke, kommunizieren das aber online kaum. Dabei ist genau das ein margenstarkes, planbares Zusatzgeschäft. Wenn Sie so etwas anbieten, sollte es einen eigenen sichtbaren Bereich bekommen:
- Frühstücks- und Büroservice: belegte Brötchen, Brötchentüten und Kaffee ins Büro geliefert
- Partyplatten und Fingerfood: für Geburtstage, Firmenfeiern und Veranstaltungen
- Catering für Feiern: Brötchen, Kuchen und Torten in größerer Menge
- Brot- und Brötchen-Abo: feste Belieferung für Kitas, Kantinen oder Firmen
Schreiben Sie dazu, wie die Bestellung abläuft, welche Vorlaufzeit Sie brauchen und ob Sie liefern oder nur zur Abholung anbieten. Ein Betrieb, der das online klar zeigt, wird für die nächste Firmenfeier gefunden. Einer, der es nur mündlich anbietet, nicht.
6. Café- und Sitzbereich, falls vorhanden
Viele Bäckereien haben einen Café- oder Sitzbereich zum Frühstücken und für den Kaffee zwischendurch. Wenn das bei Ihnen so ist, sollte es sichtbar sein, denn es unterscheidet Sie von einem reinen Backshop und bringt zusätzlichen Umsatz.
Halten Sie es kurz und konkret:
- Ein paar Fotos vom Sitzbereich und vom Frühstücksangebot
- Was es gibt: Frühstück, Mittagssnack, Kaffee und Kuchen
- In welchen Filialen es einen Sitzbereich gibt
- Ob es einen Außenbereich oder eine Terrasse gibt
Sie brauchen dafür keine aufwendige Speisekarte wie ein Restaurant. Ein Frühstücksangebot und der Hinweis auf Kaffeespezialitäten reichen, damit Kunden wissen, dass sie bei Ihnen auch bleiben und nicht nur schnell einkaufen können.
7. Zutaten, Allergene und Vertrauen
Immer mehr Kunden fragen nach Zutaten und Allergenen, sei es wegen einer Unverträglichkeit oder aus Interesse an Qualität. Das müssen Sie online nicht bis ins letzte Detail auflisten, aber ein paar klare Angaben schaffen Vertrauen und ersparen Ihrem Verkaufspersonal Rückfragen:
- Ein Hinweis, dass Sie in der Filiale zu Zutaten und Allergenen gerne Auskunft geben
- Besondere Angebote wie Dinkelprodukte, vegane Backwaren oder Vollkornbrote, falls vorhanden
- Was Ihre Qualität ausmacht: eigene Backstube, langer Teigführung, regionale Zutaten, kein Zusatz von Backmischungen
Genau diese ehrlichen Qualitätssignale sind für eine handwerkliche Bäckerei ein starkes Verkaufsargument gegen die Backshops im Discounter. Ergänzen Sie das mit Kundenbewertungen: Drei bis fünf echte Stimmen mit Namen wirken überzeugender als jede Selbstbeschreibung. Bitten Sie zufriedene Kunden aktiv um eine Google-Bewertung, denn eine hohe Bewertungszahl bei Google Maps entscheidet mit, ob Sie in der lokalen Suche oben auftauchen.
8. Fachkräfte und Ausbildung: Der oft übersehene Bereich
Bäckereien suchen fast durchgehend Personal, vom Bäcker und Konditor über Verkaufskräfte bis zu Auszubildenden. Für viele Betriebe ist die Personalsuche inzwischen so wichtig wie die Kundengewinnung. Trotzdem fehlt auf den meisten Webseiten jeder Hinweis darauf.
Ein kurzer, ehrlicher Karrierebereich holt Bewerber ab, die ohnehin in der Nähe wohnen und einen Betrieb suchen:
- Welche Stellen offen sind (Bäcker, Konditor, Verkauf, Aushilfe, Ausbildung)
- Was Sie bieten: geregelte Arbeitszeiten, gutes Betriebsklima, faire Bezahlung, sicherer Arbeitsplatz
- Ein einfacher Weg, sich zu bewerben, am besten mit einem kurzen Formular oder per Mail
- Ein Wort zur Ausbildung, denn viele junge Leute und ihre Eltern suchen gezielt nach Ausbildungsplätzen vor Ort
Viele gute Bewerber gehen allein deshalb verloren, weil online nicht sichtbar ist, dass ein Betrieb überhaupt jemanden sucht. Ein Karrierebereich kostet fast nichts und ist oft genauso wertvoll wie die Kundenseite.
Was Sie weglassen können
Nicht alles, was technisch möglich wäre, hilft auf einer Bäckerei-Webseite:
- Eine komplette Preisliste jedes Produkts: Preise ändern sich zu oft und veralten sofort. Zeigen Sie das Sortiment mit Fotos, Preise nennen Sie bei Bestellprodukten wie Torten individuell.
- Stockfotos von fremden Backwaren: Kunden erkennen generische Werbebilder und sie zerstören genau das Vertrauen, das Ihre eigene Handwerksqualität aufbaut.
- Ein aufwendiger Online-Shop mit Versand: Für die meisten lokalen Bäckereien ist Vorbestellung mit Abholung der richtige Weg. Ein Versandshop mit Bezahlung und Logistik ist teuer und selten nötig.
- Animationen und schwere Ladeeffekte: Sie verlangsamen die Webseite auf dem Smartphone. Wer nur schnell die Öffnungszeiten sucht, hat keine Geduld dafür. Schnelle Ladezeiten sind auf lokalen Gewerbewebseiten besonders wichtig.
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Kostenlose Vorschau anfordernHäufige Fragen zur Webseite einer Bäckerei
Was muss auf die Webseite einer Bäckerei? +
Eine Bäckerei-Webseite braucht vor allem ein sichtbares Sortiment mit echten Fotos Ihrer Brote, Brötchen und Kuchen, eine einfache Möglichkeit, Torten und Backwaren für Feiern vorzubestellen, alle Filialen mit aktuellen Öffnungszeiten (inklusive Sonn- und Feiertage), Ihr Saisongeschäft wie Stollen oder Ostergebäck, einen Hinweis auf Catering und Frühstücksservice falls Sie das anbieten, Kundenbewertungen und, wenn Sie Personal suchen, einen Karrierebereich. Kunden wollen in wenigen Sekunden sehen, wo die nächste Filiale ist, wann sie offen hat und ob sie dort ihre Bestellung aufgeben können.
Sollte eine Bäckerei Torten und Backwaren online bestellbar machen? +
Ja, ein einfaches Vorbestellformular ist der stärkste Conversion-Hebel für eine Bäckerei. Torten zu Geburtstagen und Hochzeiten, belegte Brötchen fürs Büro, Partyplatten und Brötchen für Feiern werden ohnehin telefonisch bestellt. Ein Formular nimmt diese Bestellungen rund um die Uhr entgegen, auch wenn niemand am Telefon ist. Fragen Sie nur das Nötigste ab: was, wie viel, für wann, welche Filiale zur Abholung und die Kontaktdaten. Sie bestätigen die Bestellung dann kurz per Anruf oder Mail. Das gewinnt Aufträge, die sonst bei der Konkurrenz landen, weil dort schneller jemand erreichbar war.
Wie zeige ich das Sortiment einer Bäckerei am besten online? +
Mit echten, appetitlichen Fotos Ihrer eigenen Backwaren, nicht mit Stockbildern. Gruppieren Sie das Sortiment nach Kategorien: Brot, Brötchen und Kleingebäck, Kuchen und Torten, Konditorei und Feingebäck, saisonale Spezialitäten. Sie müssen nicht jedes einzelne Produkt mit Preis auflisten, das ändert sich zu oft. Eine schöne Auswahl der beliebtesten Backwaren pro Kategorie reicht, um Appetit zu machen und zu zeigen, wofür Sie stehen. Wichtig sind gute Fotos bei Tageslicht, denn Backwaren verkaufen sich fast ausschließlich über das Auge.
Braucht eine Bäckerei mit mehreren Filialen eine eigene Filialübersicht? +
Unbedingt. Wenn Sie mehrere Standorte haben, ist die Filialübersicht mit Adresse, Öffnungszeiten und Karte eine der meistgenutzten Seiten. Kunden suchen fast immer nach der nächsten Filiale und deren aktuellen Zeiten. Jede Filiale sollte eine eigene, klar auffindbare Angabe haben, idealerweise mit eingebundener Karte und einem Ein-Klick-Weg zur Navigation auf dem Smartphone. Achten Sie darauf, dass abweichende Zeiten an Sonn- und Feiertagen sofort sichtbar sind, denn genau dann wird am häufigsten nachgeschaut.
Lohnt sich für eine Bäckerei ein Karrierebereich auf der Webseite? +
Ja. Bäckereien suchen fast durchgehend Personal, vom Bäcker und Konditor über Verkaufskräfte bis zu Auszubildenden. Ein kurzer, ehrlicher Karrierebereich mit den offenen Stellen und einem einfachen Weg, sich zu bewerben, ist oft genauso wertvoll wie die Kundenseite. Schreiben Sie konkret, wen Sie suchen, was Sie bieten (geregelte Arbeitszeiten, Betriebsklima, Bezahlung) und wie man sich meldet. Viele Betriebe verlieren gute Bewerber allein daran, dass online nicht sichtbar ist, dass sie überhaupt jemanden suchen.
Was kostet eine Webseite für eine Bäckerei? +
Ein freier Webdesigner berechnet in der Regel 1.500 bis 4.000 Euro für eine Bäckerei-Webseite mit Sortiment, Filialen und Bestellfunktion, dazu kommen jährliche Hosting- und Wartungskosten. Eine günstigere Alternative ist ein Webseiten-Abo ab rund 49 Euro pro Monat, das Design, Hosting, Smartphone-Optimierung und kleine Änderungen einschließt, ohne Einrichtungsgebühr und monatlich kündbar. Baukastensysteme wie Jimdo oder Wix sind günstiger, erfordern aber viel Eigenaufwand und wirken bei einem etablierten Betrieb oft weniger vertrauenswürdig.
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