"Webseiten kann man doch heute selbst bauen, mit so einem Baukasten." Stimmt, das geht. Jimdo, Wix, IONOS und andere werben damit, dass jeder in einer Stunde eine eigene Seite zusammenklickt. Für viele kleine Betriebe ist das genau die Frage: selbst machen und sparen, oder machen lassen und Ruhe haben?
Wir bauen Webseiten für lokale Betriebe, also haben wir hier offensichtlich ein Interesse. Deshalb versprechen wir Ihnen genau das Gegenteil von Verkaufsdruck: einen ehrlichen Vergleich, inklusive der Fälle, in denen ein Baukasten die bessere Wahl ist. Am Ende sollen Sie selbst entscheiden können.
Wann ein Baukasten wirklich Sinn ergibt
Fangen wir fair an. Ein Homepage-Baukasten ist eine gute Wahl, wenn mehrere dieser Punkte auf Sie zutreffen:
- Das Budget ist sehr knapp. Ein paar Euro im Monat sind erstmal weniger als jede Dienstleistung.
- Sie tüfteln gern am Computer. Wenn Ihnen das Selbermachen Spaß macht und Sie sich Zeit nehmen wollen, ist der Lerneffekt schön.
- Die Seite darf einfach bleiben. Eine Seite, ein paar Bilder, Kontakt. Mehr braucht es nicht.
- Sie wollen die volle Kontrolle und jede Aenderung lieber selbst und sofort machen.
Trifft das zu, ist ein Baukasten ein ehrlich guter Start. Niemand muss Geld ausgeben, nur weil es schicker klingt. Der Haken kommt erst, wenn man genauer hinschaut, was "kostenlos selbst machen" in der Praxis bedeutet.
Die versteckten Kosten beim Selbstbau
1. Ihre Zeit ist nicht gratis
Der größte Posten taucht auf keiner Rechnung auf. Eine Seite zu bauen, die nicht nach Vorlage aussieht, gute Texte zu schreiben, Bilder passend zuzuschneiden, alles aufs Handy abzustimmen, das dauert. Und es hört nie auf: neue Öffnungszeiten, eine neue Speisekarte, ein aktuelles Foto. Jede Stunde, die Sie an der Webseite sitzen, fehlt Ihnen im Betrieb. Für einen Selbstständigen ist Zeit oft das knappste Gut, nicht das Geld.
2. Die Vorlage erkennt man
Baukasten-Seiten starten alle von denselben Vorlagen. Das Ergebnis sieht solide aus, aber häufig austauschbar, so wie hundert andere Betriebe in der Nähe. Gerade wenn Sie sich von der Konkurrenz abheben wollen, ist eine Seite, die nach Schablone aussieht, ein verschenkter erster Eindruck.
3. Handy, Tempo und Auffindbarkeit sind Detailarbeit
Dass eine Seite auf dem Smartphone wirklich gut aussieht, schnell lädt und bei Google ordentlich gefunden wird, ist mehr als nur eine Vorlage anzuklicken. Es steckt in vielen kleinen Entscheidungen: Bilder richtig komprimieren, sinnvolle Seitentitel, saubere Struktur. Genau das geht beim Selbstbau oft unter, und man merkt es nicht, weil auf dem eigenen großen Bildschirm alles passt.
4. Die Pflege bleibt an Ihnen hängen
Beim Baukasten sind Sie auch die technische Abteilung. Etwas funktioniert nicht mehr, ein Update steht an, ein Kontaktformular spinnt? Das lösen Sie selbst, meist abends, wenn der Betrieb zu hat. Sehr viele Baukasten-Seiten enden deshalb halbfertig oder veralten still vor sich hin, weil im Alltag schlicht die Zeit fehlt.
5. Die Folgekosten summieren sich auch hier
Ganz umsonst ist ein Baukasten am Ende selten. Für eine eigene Domain, das Entfernen der Werbung des Anbieters, mehr Speicher oder zusätzliche Funktionen fällt oft ein höheres Monatspaket an. Der Preisunterschied zu einer betreuten Lösung ist dann kleiner, als es am Anfang aussieht.
Was Sie beim Machen lassen bekommen
Die Seite machen zu lassen heißt nicht automatisch teure Agentur. Es gibt einen ganzen Bereich dazwischen, vom Freelancer bis zum Modell Webseite im Abo. Gemeinsam ist diesen Wegen:
- Sie sparen Ihre Zeit. Aufbau, Texte, Technik und das Feintuning fürs Handy übernimmt jemand, der das täglich macht.
- Eigenständiges Design. Die Seite wird auf Ihren Betrieb zugeschnitten, nicht nach Schablone.
- Pflege inklusive. Bei betreuten Modellen kümmert sich jemand um Hosting, Updates und Sicherheit, und kleine Aenderungen machen wir für Sie.
- Ein Ansprechpartner. Wenn etwas ist, gibt es jemanden, den Sie fragen können, statt selbst im Hilfeforum zu suchen.
Der ehrliche Nachteil: es kostet Geld statt nur Zeit. Bei einer einmaligen Erstellung liegen Sie schnell im vierstelligen Bereich, dafür gehört die Seite Ihnen. Bei einem Abo-Modell zahlen Sie monatlich, dafür ist alles drin und Sie haben keinen großen Betrag auf einmal. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu den Webseiten-Kosten.
So entscheiden Sie für sich
Es gibt keine richtige Antwort für alle. Stellen Sie sich ehrlich diese drei Fragen:
- Habe ich Zeit und Lust, das selbst zu machen, auch dauerhaft für die Pflege? Wenn ja, ist ein Baukasten eine faire Option.
- Soll die Seite klar professionell wirken und gut gefunden werden? Dann lohnt sich der Profi meist, weil genau das die Detailarbeit ist, die beim Selbstbau untergeht.
- Was ist mir knapper, Geld oder Zeit? Ist Geld der Engpass, bauen Sie selbst. Ist Zeit der Engpass, lassen Sie bauen.
Und wenn Sie unsicher sind: Sie müssen nicht im Voraus entscheiden. Lassen Sie sich unverbindlich eine Vorschau gestalten und vergleichen Sie sie direkt mit Ihrer jetzigen Seite. Dann sehen Sie schwarz auf weiß, was der Unterschied ausmacht, bevor Sie irgendetwas festlegen.
Die Kurzfassung
- Ein Baukasten ist gut, wenn Budget der Engpass ist, Sie gern selbst tüfteln und die Seite einfach bleiben darf.
- Der Selbstbau ist nicht gratis: er kostet Ihre Zeit, sieht oft nach Vorlage aus, und Pflege und Technik bleiben an Ihnen hängen.
- Machen lassen kostet Geld statt Zeit, dafür bekommen Sie eigenständiges Design, Pflege und einen Ansprechpartner.
- Entscheidend ist, was bei Ihnen knapper ist: Geld oder Zeit. Im Zweifel eine kostenlose Vorschau anschauen und vergleichen.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein Homepage-Baukasten wie Jimdo oder Wix für meinen Betrieb?+
Ein Baukasten kann sich lohnen, wenn Ihr Budget sehr knapp ist, Sie gern selbst am Computer tüfteln und die Seite einfach bleiben darf. Sie zahlen dann wenig Geld, aber mit Ihrer Zeit. Wenn Ihre Zeit knapp ist oder die Seite professionell und gut auffindbar sein soll, rechnet sich in der Regel der Weg, die Seite machen zu lassen, weil dann jemand anderes Aufbau, Technik und Pflege übernimmt.
Was kostet es, eine Webseite machen zu lassen statt selbst zu bauen?+
Es gibt drei gängige Modelle: ein Baukasten im Selbstbau ab etwa 10 bis 50 Euro im Monat plus Ihre eigene Arbeit, eine einmalige Erstellung beim Freelancer im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich, und das Modell Webseite im Abo, bei dem Gestaltung, Hosting und Pflege ab etwa 30 bis 100 Euro im Monat zusammen enthalten sind, ohne Einrichtungsgebühr. Bei Webfrisch sind es 49 Euro im Monat, monatlich kündbar.
Ich habe schon eine Baukasten-Seite. Soll ich wechseln?+
Nicht zwingend. Wenn Ihre Seite auf dem Handy schnell und lesbar ist, aktuelle Inhalte hat und Sie sich um die Pflege gut selbst kümmern, können Sie dabei bleiben. Wechseln lohnt sich, wenn die Seite veraltet wirkt, auf dem Smartphone schlecht aussieht, die Pflege liegen bleibt oder Sie die Zeit lieber in Ihren Betrieb stecken. Am einfachsten ist es, sich unverbindlich eine Vorschau gestalten zu lassen und beide Varianten direkt zu vergleichen.
Lieber vergleichen statt raten?
Wir gestalten unverbindlich eine kostenlose Vorschau Ihrer neuen Webseite, passend zu Ihrem Betrieb. Sie sehen das Ergebnis neben Ihrer jetzigen Seite und entscheiden in Ruhe. Bei uns ist Gestaltung, Hosting und Pflege für 49 Euro im Monat dabei, monatlich kündbar, ohne Einrichtungsgebühr.
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