„Meine Seite läuft doch schon irgendwo, ein Wechsel ist mir zu riskant." Diesen Satz hören wir oft, und er ist verständlich. Die Webseite, die E-Mail-Adressen und die Domain hängen zusammen, und niemand will plötzlich ohne Firmen-E-Mail dastehen oder bei Google nach hinten rutschen. Die gute Nachricht: Ein Anbieterwechsel ist ein eingespielter, geregelter Vorgang. Wenn man weiß, worauf es ankommt, verlieren Sie nichts davon. Dieser Beitrag nimmt die vier häufigsten Ängste der Reihe nach auseinander.
Zuerst das Wichtigste: Wem gehört die Domain?
Ihre Domain (also ihrbetrieb.de) ist der zentrale Punkt. Sie ist wie eine Postadresse: Sie zeigt Besuchern den Weg zu Ihrer Webseite und Ihren E-Mails den Weg zu Ihrem Postfach. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht „wo läuft die Seite", sondern „auf wen ist die Domain registriert".
In den allermeisten Fällen ist der Domaininhaber Ihr Betrieb oder Sie persönlich, auch wenn ein Dienstleister sie damals für Sie eingerichtet hat. Dann gehört die Domain Ihnen, unabhängig davon, wer die Seite gebaut hat. Sie können das leicht prüfen: Im Impressum Ihrer aktuellen Seite steht in aller Regel, wer verantwortlich ist, und beim Anbieter finden Sie unter „Domain" oder „Inhaberdaten" den eingetragenen Inhaber. Steht dort Ihr Name oder Ihre Firma, sind Sie auf der sicheren Seite.
Selten kommt es vor, dass eine Agentur die Domain auf den eigenen Namen registriert hat. Auch das ist lösbar, es ist dann nur ein zusätzlicher Schritt (eine Inhaberänderung). Wichtig ist, das früh zu klären. Wir prüfen das vor jedem Umzug für Sie mit.
Angst 1: „Ich verliere meine Domain"
Eine Domain umzuziehen ist ein standardisierter Vorgang mit einem einfachen Schlüssel: dem AuthCode (bei .de-Domains „Auth-Info" genannt, manchmal „Transfer-Code"). Das ist ein Passwort, das den Umzug freigibt. Der Ablauf:
- Sie fordern den AuthCode bei Ihrem bisherigen Anbieter an. Er ist gesetzlich verpflichtet, ihn herauszugeben, meist finden Sie ihn sogar selbst im Kundenbereich.
- Der neue Anbieter (oder wir) trägt den Code ein und stößt den Umzug an.
- Der Umzug läuft technisch im Hintergrund. Ihre Domain und Ihre Seite bleiben die ganze Zeit erreichbar.
Sie verlieren die Domain also nicht, Sie nehmen sie mit. Genauso, wie Sie bei einem Umzug Ihre Telefonnummer behalten und nur den Anbieter wechseln.
Angst 2: „Meine E-Mail-Adressen funktionieren nicht mehr"
Das ist die berechtigtste Sorge, denn E-Mail braucht etwas mehr Planung als die Webseite. Ihre Adressen (info@ihrbetrieb.de) hängen an derselben Domain, werden aber technisch getrennt von der Webseite verwaltet. Wichtig ist deshalb: Webseite und E-Mail können unabhängig voneinander umziehen.
Konkret heißt das: Wir können Ihre neue Webseite aufsetzen, während Ihre E-Mail unverändert dort bleibt, wo sie heute liegt. Ihr Postfach ist keine Sekunde betroffen. Wollen Sie später auch die E-Mail mit umziehen, ist das ein separater, planbarer Schritt, bei dem die alten Nachrichten übernommen werden. In der Praxis lassen die meisten Betriebe ihre E-Mail zunächst genau so, wie sie ist, und ziehen nur die Webseite um. So kann bei den E-Mails gar nichts schiefgehen.
Angst 3: „Ich falle bei Google zurück"
Solange dieselbe Domain bleibt (und das ist der Normalfall), ändert sich für Google kaum etwas. Ihre Domain hat bei Google einen Ruf aufgebaut, und der bleibt mit der Domain erhalten. Wechseln nur Aussehen und Technik der Seite, ist das für Google eher ein Plus, weil moderne, schnelle und mobil optimierte Seiten besser bewertet werden.
Ändern sich einzelne Unterseiten-Adressen (aus /leistungen.html wird zum Beispiel /leistungen/), sorgen Weiterleitungen (im Fachjargon 301-Redirects) dafür, dass Besucher und Google automatisch an der richtigen Stelle landen. Das ist Standard bei einem sauberen Umzug. Der einzige Weg, sein Ranking wirklich zu verlieren, ist ein schlampiger Umzug ohne solche Weiterleitungen, und genau den vermeidet man mit einem Plan. Mehr dazu in unserem Beitrag zur lokalen SEO.
Angst 4: „Meine Seite ist tagelang offline"
Muss sie nicht sein, im Gegenteil. Die richtige Reihenfolge macht den Unterschied:
- Erst bauen, dann umschalten. Die neue Seite wird komplett fertiggestellt und getestet, während Ihre alte Seite ganz normal weiterläuft.
- Dann die Weiche stellen. Erst wenn alles steht, wird die technische Wegweisung (DNS) auf die neue Seite umgestellt. Dieser Moment dauert Minuten, nicht Tage.
- Ergebnis: Besucher sehen durchgehend eine funktionierende Seite, erst die alte, dann nahtlos die neue.
Ausfall entsteht nur bei der falschen Reihenfolge: erst die alte Seite abschalten und dann in Ruhe neu bauen. Das machen wir nie.
Die Kurzfassung
Wenn die Domain auf Sie registriert ist (fast immer der Fall), nehmen Sie beim Anbieterwechsel alles mit: Domain über den AuthCode, E-Mail bleibt unangetastet oder zieht separat um, das Google-Ranking bleibt dank gleicher Domain und Weiterleitungen erhalten, und mit der richtigen Reihenfolge (erst bauen, dann umschalten) ist Ihre Seite keine Minute offline.
Wenn der alte Anbieter blockiert
Ganz ehrlich: Es gibt Anbieter, die einen Wechsel unnötig schwer machen, den AuthCode verzögern oder auf Kündigungsfristen pochen. Das ist ärgerlich, aber kein Grund zu bleiben. Zwei Dinge helfen:
- Kündigungsfrist prüfen, aber nicht abwarten. Der Umzug der Domain kann oft schon vor Vertragsende vorbereitet werden. Sie müssen nicht erst kündigen, um zu wechseln.
- Auf Ihr Recht bestehen. Der AuthCode für eine auf Sie registrierte Domain steht Ihnen zu. Ein einfaches, schriftliches Anfordern genügt meist. Wir formulieren das bei Bedarf für Sie.
Der aufwendigere Fall ist, wenn die Domain auf den alten Dienstleister registriert ist. Dann braucht es eine Inhaberänderung, die er mitzeichnen muss. Auch das gelingt in aller Regel, es dauert nur etwas länger. Deshalb lohnt es sich, den Inhaber früh zu klären.
Ihre einfache Umzugs-Checkliste
- Inhaber klären. Steht Ihr Betrieb als Domaininhaber im Impressum und beim Anbieter? Meist ja.
- Zugänge sammeln. Kundenkonto beim alten Anbieter, damit Sie den AuthCode anfordern und Inhalte sichern können.
- Inhalte sichern. Texte, Fotos, Speisekarte oder Leistungsübersicht als Kopie, damit nichts verloren geht.
- Neu bauen lassen. Die neue Seite parallel aufsetzen, während die alte online bleibt.
- Weiterleitungen einplanen. Alte Adressen sauber auf die neuen umleiten, damit Google mitkommt.
- Umschalten. DNS umstellen, kurz gegenprüfen, fertig.
Das Beruhigende: Nichts davon müssen Sie selbst können. Ein guter Anbieter übernimmt den kompletten Umzug, und Sie bekommen am Ende dieselbe Adresse mit einer besseren Seite.
Häufige Fragen
Verliere ich meine Domain, wenn ich den Web-Anbieter wechsle?+
Nein, sofern die Domain auf Sie oder Ihren Betrieb registriert ist. Die Domain gehört dann Ihnen, nicht dem Anbieter, und lässt sich zu einem neuen Anbieter mitnehmen. Dazu brauchen Sie vom bisherigen Anbieter den sogenannten AuthCode (auch Auth-Info oder Transfer-Code). Wichtig ist nur zu prüfen, wer im Impressum und beim Registrar als Inhaber (Domaininhaber) eingetragen ist. Steht dort Ihr Name oder Ihre Firma, sind Sie auf der sicheren Seite.
Was ist ein AuthCode oder eine Auth-Info?+
Der AuthCode (bei .de-Domains Auth-Info genannt) ist ein Passwort, das den Umzug einer Domain zu einem neuen Anbieter freigibt. Sie fordern ihn beim bisherigen Anbieter an, geben ihn beim neuen Anbieter ein, und der Umzug läuft technisch im Hintergrund ab. Der bisherige Anbieter ist gesetzlich verpflichtet, ihn herauszugeben. Ihre Seite bleibt während des Umzugs erreichbar.
Verliert meine Webseite beim Umzug ihre Google-Platzierung?+
Nicht, wenn der Umzug sauber gemacht wird. Solange dieselbe Domain bleibt, ändert sich für Google kaum etwas. Wenn sich einzelne Adressen (URLs) ändern, sorgen sogenannte Weiterleitungen (301-Redirects) dafür, dass Besucher und Google automatisch zur neuen Seite gelangen und die Platzierung erhalten bleibt. Ein professioneller Umzug plant genau das mit ein.
Ist meine Seite während des Umzugs offline?+
Bei richtiger Planung nicht. Die neue Seite wird zuerst vollständig aufgebaut und getestet, bevor die Domain darauf umgestellt wird. Die Umstellung selbst dauert nur den Moment, in dem die technische Wegweisung (DNS) geändert wird. Wer die alte Seite erst abschaltet und dann neu baut, riskiert dagegen tagelangen Ausfall. Genau deshalb bauen wir immer erst fertig und schalten dann um.
Wir übernehmen den Umzug für Sie
Sie müssen sich um AuthCode, Weiterleitungen und DNS nicht kümmern. Wir bauen Ihre neue Seite fertig, binden Ihre bestehende Domain kostenlos ein und schalten ohne Ausfall um. Ihre E-Mail bleibt dabei unangetastet. Zuerst zeigen wir Ihnen kostenlos eine Vorschau Ihrer neuen Seite, entscheiden können Sie danach.
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