Warum Restaurants eine eigene Webseite brauchen
Google Maps und Instagram reichen nicht. Wer ein Restaurant für einen besonderen Abend, eine Feier oder einen Geschäftsessen sucht, öffnet die Webseite, bevor er reserviert. Genau dort entscheidet sich, ob Ihr Lokal die erste Wahl ist oder ob der Gast bei der Konkurrenz bucht.
Eine Restaurant-Webseite ist kein digitales Aushängeschild, das man einmal anlegt und vergisst. Sie ist der verlässlichste Kanal, der rund um die Uhr Tischreservierungen, Anfragen für Veranstaltungen und neue Stammgäste einbringt, auch wenn Sie gerade in der Küche stehen.
Speisekarte: HTML schlägt PDF
Die Speisekarte ist der meistgesuchte Inhalt auf einer Restaurant-Webseite. Und doch liefern viele Lokale sie als PDF aus. Das ist ein Fehler.
Eine PDF-Speisekarte ist auf dem Smartphone schwer lesbar, wird von Google nicht vollständig ausgewertet und lädt langsamer als eine normale Webseite. Eine HTML-Speisekarte dagegen ist auf jedem Bildschirm sofort lesbar, kann von Suchmaschinen indexiert werden und lässt sich ohne Designprogramm jederzeit aktualisieren.
- Gliedern Sie die Karte klar: Vorspeisen, Hauptgänge, Desserts, Getränke
- Nennen Sie Preise, Allergene und auf Wunsch Kalorienangaben
- Heben Sie Signature-Gerichte oder Tagesempfehlungen visuell hervor
- Aktualisieren Sie saisonale Karten oder Wochenmenüs regelmäßig
Wer bei Google oder einer KI fragt, ob ein bestimmtes Gericht bei Ihnen auf der Karte steht, findet die Antwort nur dann, wenn Ihre Speisekarte als lesbarer HTML-Text vorliegt.
Öffnungszeiten: klar und immer aktuell
Falsche oder veraltete Öffnungszeiten sind einer der häufigsten Gründe, warum Gäste ein Restaurant online negativ bewerten, noch bevor sie einen Bissen gegessen haben. Stellen Sie sicher, dass Ihre Öffnungszeiten prominent auf der Startseite stehen und mit den Zeiten in Ihrem Google Unternehmensprofil übereinstimmen.
- Ruhetage und Schließzeiten deutlich benennen
- Feiertage, Betriebsferien und Sonderöffnungszeiten rechtzeitig aktualisieren
- Lunchzeiten und Abendszeiten getrennt nennen, wenn sie sich unterscheiden
- Küchenschluss separat angeben, besonders wenn er vor Lokalschluss liegt
Reservierung: kein Gast um Mitternacht ohne Rückantwort
Viele Gäste entscheiden sich abends oder am Wochenende für ein Restaurant. Wer dann nicht reservieren kann, sucht weiter. Ein einfacher Buchungsweg auf der Webseite macht den Unterschied.
Die einfachste Lösung: ein gut sichtbarer Button "Tisch reservieren", der zu einem Online-Buchungsformular oder einem WhatsApp-Link führt. Externe Systeme wie Google Reserve, OpenTable oder TheFork lassen sich in die Webseite einbetten. Wer kein externes Tool möchte, kann auch ein einfaches Kontaktformular mit Datumsfeld und Personenanzahl nutzen.
Wichtig: Die Reservierungsmöglichkeit gehört auf jede Seite, nicht nur auf eine versteckte Unterseite. Ein Button im Header und einer am Ende jeder Seite sind keine Übertreibung.
Fotos: der erste Eindruck zählt
Kein Element einer Restaurant-Webseite wirkt stärker als Fotos. Ein Gast, der Ihr Lokal noch nicht kennt, will sehen, ob die Atmosphäre zu seinem Abend passt, ob das Essen gut aussieht und wie das Lokal innen wirkt. Dunkle oder unscharfe Fotos kosten Buchungen.
- Fotos vom Innen- und Außenbereich bei gutem Licht
- Zwei bis drei Signature-Gerichte in Nahaufnahme, frisch angerichtet
- Stimmungsfotos vom besetzten Lokal, damit Gäste die Atmosphäre spüren
- Fotos von besonderen Anlässen: Geburtstag, Firmenfeier, Hochzeit
Professionelle Food-Fotografie ist ihr Geld wert. Wer kein Budget dafür hat, erzielt mit einem modernen Smartphone bei natürlichem Licht und gutem Timing dennoch ansprechende Ergebnisse.
Veranstaltungen und besondere Anlässe
Geburtstage, Weihnachtsfeiern, Firmenfeiern, Hochzeiten, Junggesellenabschiede oder Jubiläen sind für viele Restaurants ein erheblicher Teil des Umsatzes. Wer dafür keine eigene Seite mit klaren Infos hat, verliert diese Buchungen an Lokale, die den Weg einfach machen.
Eine Veranstaltungsseite sollte beantworten:
- Für wie viele Gäste ist das Lokal buchbar (min/max)?
- Gibt es einen abgetrennten Raum oder Bereich?
- Welche Menüoptionen oder Buffet-Varianten sind für Gruppen verfügbar?
- Was ist im Veranstaltungspaket inklusive (Getränke-Flatrate, Dekoration, Technik)?
- Wie ist der Ablauf einer Anfrage, mit wem spricht man?
Saisonale Seiten für Silvester, Osterbrunch, Muttertag oder Weihnachten zahlen sich besonders aus, weil viele Gäste gezielt danach suchen.
Anfahrt und Parken
Eine eingebettete Karte und eine klare Adresse gehören auf jede Restaurant-Webseite. Ergänzen Sie immer Hinweise zum Parken, zur nächsten Bushaltestelle oder zum U-Bahn-Ausgang. In der Innenstadt ist auch ein Hinweis auf kostenpflichtige Parkhäuser hilfreich, in Randlagen ein Hinweis auf den eigenen Parkplatz.
Lieferservice und To-go
Wenn Sie Essen liefern oder zum Mitnehmen anbieten, gehört das sichtbar auf die Webseite. Viele Gäste suchen Lieferservice nicht auf Lieferheld oder Lieferando, sondern zuerst direkt beim Restaurant. Wer die Bestellung direkt über die eigene Webseite abwickelt, spart die Provision.
Mobile zuerst: Gäste suchen auf dem Smartphone
Mehr als 70 Prozent der Restaurantsuchen passieren auf dem Smartphone, oft unterwegs und in Eile. Eine Webseite, die auf dem Handy schlecht aussieht, langsam lädt oder bei der der Reservierungsbutton schwer zu finden ist, kostet jeden Tag Buchungen.
Prüfen Sie Ihre eigene Webseite regelmäßig auf dem Smartphone: Lässt sich die Speisekarte ohne Zoomen lesen? Ist die Telefonnummer antippbar? Lädt die Seite in unter drei Sekunden?
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